lightGIANTS
31May/113

Unsere Studio Ausstattung…

Mit der Zeit erweitern wir unseren Bestand an Lichtformern und Requisiten im Studio. Dank der Spenden von den "Friday night shoots" können wir das auch ohne große finanzielle Auslagen schaffen. Im folgenden wollen wir einen Überblick über das vorhandene Equipment geben und für was man es benutzen kann.

Studio Blitzköpfe

Studio Blitzköpfe sind meist vielseitiger als Aufsteckblitze, da sie die Möglichkeit bieten, verschiedene Lichtformer einfach anzubauen. Die Köpfe arbeiten des weiteren mit Netzspannung, da sie mehr Strom benötigen als ihre batteriebetriebenen Alternativen, außerdem liefern die Blitzröhren ein weicheres, gleichmäßigeres Licht. Im Studio haben wir momentan vier Bowens Gemini Blitzköpfe mit je 400W/s, einen 300W/s "Made in China" Blitzkopf und einen 100W/s "Made in China" Blitzkopf.

BW3670UK

Lichtformer

Softboxen: Wird am Blitz angebracht, um ein weicheres Licht zu liefern. Je größer die Softbox ist, umso diffuser wird das Licht bei gleichem Abstand zum Motiv. Wir haben verschiedene Softboxen in unterschiedlichen Formen und Größen, inkl. einer 160 cm Octabox, zwei großen Striplights, eine 30*30 cm, eine 80*80 cm und eine 80*100 cm Softbox.

Beautydishes und Reflektoren: Konkav geformte Metallreflektoren welche es in verschiedenen Größen, Beschichtungen und Ausführungen gibt. Diese werden oft mit Lichblenden und anderen Lichtformern wie Waben verwendet.kitgm

Schirme: Ein relativ günstiger Weg das Licht weicher zu machen. Wir haben silberne als auch weiße Durchlichtschirme. Durchlichtschirme haben den Vorteil, daß man die Lichtquelle recht nah ans Objekt bringen kann.

Snoot und Lichttore: Eine "Snoot" ergibt einen sehr gebündelten Lichtstrahl um Highlights setzen zu können. Oft in der Fashion-Fotografie als Haarlicht eingesetzt oder wenn in der Produktfotografie ein Objekt hervorgehoben werden soll. Wir haben Lichttore mit Wabeneinsatz und verschiedene Farbfolien.

Lichtstative: Lichtstative sind für gewöhnlich dreibeinige Stative mit einer höhenverstellbaren Stange in der Mitte. Manche haben Rollen (teilweise abnehmbar), manche haben Gegengewichte an einem Galgen-Ausleger um so noch flexiblere Positionierungen zu ermöglichen. Wir haben diverse Größen, vom rollbaren Boom-Stativ mit Gegengewicht bis hin zu einem Bodenstativ.

Hintergründe: Wir benutzen 2,75*11 m farbige Papierrollen mit einem Hintergrundsystem welches sechs Rollen gleichzeitig fasst. Dies ermöglicht einen leichten Wechsel der Hintergrundfarbe. Gerade erst vor ein paar Wochen haben wir weitere Farben hinzugefügt. Diese Papierhintergründe sind leider nicht ganz preiswert und recht empfindlich. Daher müssen diese Rollen ständig erneuert werden.

Fernauslöser und Empfänger: Sich im Studio zu bewegen, während man per Kabel mit den Blitzen verbunden ist, kann ganz schön stressig sein. Daher haben wir im Studio mehrere Fernauslöser-Systeme. Nicht nur für den Standard-ISO-Blitzschuh (Canon und Nikon), sondern auch für das Sony eigene System. Auf diesem Wege kann sich jeder frei im Studio bewegen ohne Angst haben zu müssen, über irgendwelche unnötigen Kabel zu stolpern.

Reflektoren: Manchmal ist ein weiterer Blitz einfach zu stark. Für diesen Fall haben wir verschiedene Reflektoren, teilweise auf Stativen, welche anstatt eines weiteren Blitzes verwendet werden können.

Die aktuelle Ausstattung

  • 4x 400w/s Blitzköpfe
  • 1x 300w/s Blitzkopf
  • 1x 100w/s Blitzkopf
  • 1x Galgenstativ mit Gegengewicht
  • 1x Bodenstativ
  • 4x Standard Lichtstative
  • 1x 260 cm Lichtstativ
  • 1x 160 cm Octabox (Octasoftbox)
  • 2x 30*120 cm Striplights (flache Softboxen)
  • 1x 100*80 cm Softbox
  • 1x 80*80 cm Softbox
  • 1x 60*60 cm Softbox
  • 2x 54 cm Beauty Dish
  • 1x 54 cm Waben
  • 1x 54 cm Diffusor Überzug für Reflektoren
  • 1x 52 cm Parabolischer Reflektor
  • 1x 52 cm Waben
  • 1x 18 cm Parabolischer Reflektor
  • 1x 18 cm Waben
  • 4x 16" Reflexschirme
  • 4x 90 cm Silbere/Weiße Schirme
  • 1x Snoot
  • 1x Lichttore mit Wabeneinsatz und Farbfoliensystem
  • 1x 100 cm Silberner/Weißer Reflektor mit Stativ zum ausrichten
  • 1x 100*80 cm Silberner/Weißer Reflektor mit Stativ zum ausrichten
  • 2x große schwarze/weiße Trennwände, welche verschieden eingesetzt werden können

  • Mehrere Lichtklammern und Spigots welche bereitliegen
  • Hintergründe in verschiedenen Farben
  • 400W Nebelmaschine
  • Gut gefüllter (Bier-)Kühlschrank
  • Ein Laptop, voll mit Musik an einer abgefahrenen Musikanlage

24May/111

6. lightGIANTS Freitags Workshop „Studio 101“ [Rückblick]

Auf Anfrage einer "serbischen Anarchistin" 😉 habe ich (Scott) einen Studioworkshop für Leute, die noch nie in einem Studio gearbeitet haben, organisiert. Der Grundgedanke war hierbei, zuerst die Grundlagen zu behandeln und dann ein paar unterschiedliche Beleuchtungen "Licht-für-Licht" aufzubauen, damit die Teilnehmer sehen können, welchen Einfluss jedes Licht auf das Gesamtbild hat.

Wir haben die ersten 30 oder 40 Minuten damit verbracht über verschiedene Lichtformer, Blitzfernauslöser, hartes Licht, weiches Licht etc. zu sprechen. Nachdem wir angefangen haben zu fotografieren, haben wie die Position des Blitzes in Bezug zu Abstand zum Motiv, Größe, Helligkeit und so weiter behandelt, da es anhand praktischer Beispiele einfacher zu verstehen ist.

Deana Maksimović-Vidanović


Tim Schuler
Carlos Morra

Da jede Beleuchtung Schritt für Schritt aufgebaut wurde, konnte man den Unterschied sehen, den der einzelne Blitz auf das Bild gemacht hat. So war es einfacher, die Funktion von Hauptlicht, Fülllicht, Haarlicht etc. zu erklären, da der Aufbau am Schluss meist doch recht komplex wurde. Manchmal kam es mir aber auch so vor, als wollten die Teilnehmer schneller weitermachen, als ich die Lichter einstellen konnte. 🙂

Stefan Janeschitz


Scott Lewis
Markus Wochele

Wir haben viele einfache Setups mit ein oder zwei Blitzen durchgenommen, meist ein Haupt- und ein Fülllicht oder Haupt- und Haarlicht. Das ganze ist dann in einem kompliziertem Beleuchtungskonzept mit drei oder vier Blitzköpfen gegipfelt. Als krönenden Abschluss haben wir ein ziemlich spezielles "Pseudo-Ringlicht"-Setup aufgebaut, dass wir aufgrund der markanten, blumenförmigen Reflektion in den Augen der Models "Blumenlicht" getauft haben.

Besonderer Dank gilt unseren zwei Models "Tiffie" und "Oxanna", die wundervolle Arbeit geleistet haben. Alles in allem hatten alle viel Spaß an diesem Abend und nun kommt auch schon unser weltbekanntes Making-Of Video...


...und ein Gruppenbild zum Abschluss.

20May/110

50er Retro Shooting

Zugegeben, das Shooting liegt schon ein paar Tage zurück, doch nun ist es an der Zeit, meine Erfahrungen mit euch zu teilen.

Die Idee eines Retro-Shootings hatte ich (Markus) schon seit langem, doch manchmal ist es ganz gut, wenn die Sache etwas reifen kann. Dies hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen kann man die Ideen erweitern und auch vieles reflektieren lassen. Ihr kennt das sicherlich selbst. Anfangs findet man manches richtig toll und kaum legt man es ein paar Tage, Wochen oder gar Monate weg, betrachtet man es anschließend aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Über die Model-Kartei suchte ich ein passendes Modell und bin auf Regina aufmerksam geworden. Nach kurzer Kontaktaufnahme stand schon der erste Termin für ein Treffen fest. Wir verabredeten uns zu einer Vorbesprechung und hatten uns in lockerer Atmosphäre über unsere Vorstellungen unterhalten. Vorab hatte ich mich im Internet rund um den 50er Jahre Stil erkundigt und einige typische Besonderheiten dieser Zeit notiert, unter anderem:

  • Enge wadenlange Röcke
  • Weite Röcke mit Petticoat
  • Punkte auf Stoff
  • Balerinas
  • Schuhe mit hohen spitzen Absätzen

Dann noch:

  • Kirschrote Lippen
  • Hochfrisuren bei Frauen
  • Pferdeschwanz
  • Schleifchen
  • Knopfohrringe
  • Große Sonnenbrille
  • Blume im Haar

Natürlich sollte neben der Kleidung und den Accessoires auch das Make-up passen:

  • Make-up eher dezent, abgesehen von Lidstrich und Lippenstift

Als Lichtquelle hatte ich sehr oft (beinahe bei jeder Aufnahme) immer einen Beauty Dish im Einsatz. Je nach Hintergrund und Bildgestaltung nutzte ich noch andere Lichtformer.

Es war wirklich ein geniales Shooting, und hat sowohl dem Modell als auch mir sehr viel Spaß bereitet! Nach drei verschiedenen Outfits waren alle gewünschten Bilder im Kasten. 🙂

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Blogartikel ein paar Anregungen geben, manchmal helfen einem - oder zumindest mir - oft schon ein paar Stichworte, um die eigenen Ideen aufs Papier zu bringen.

- Markus (Webseite)

17May/114

Lange lebe die Speicherkarte…

Es gibt ein paar Wege, mit denen man das Leben seiner Speicherkarten verlängern kann und einen möglichen Datenverlust oder korrupte Daten verhindern kann. Die folgenden Tipps sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber können vielleicht helfen, eine Katastrophe zu verhindern.

Pile-Of-Memory-Cards

1. Die Speicherkarte innerhalb der Kamera zu formatieren - und nicht am Computer - ist ein sinnvoller Tipp. Dies stellt sicher, daß durch das Betriebssystem keine ungewollten oder nicht benötigten Dateien auf die Speicherkarte gelangen. Regelmäßig führe ich dennoch ca. 2 Mal im Jahr eine Low-Level-Formatierung der Karte am Computer durch. Das hilft defekte Sektoren (Bereiche auf der Karte) zu finden und zu markieren.

2. Karten sicher auswerfen. Wenn man Windows benutzt, gibt es die "Hardware sicher entfernen" Funktion, am Mac heisst die Funktion "Auswerfen" (Eject), Cmd-E. Wenn das Betriebssystem auf die Karte zugreift, während man diese (unsicher) entfernt, kann man das Dateisystem "beschädigen". Es hilft außerdem nach dem Auswerfen ein paar Sekunden zu warten, nur um sicher zu sein.

3. Sicherung der Kartendaten vor dem Formatieren oder Löschen von Daten. Auf Reisen sollte man mindestens 2 Sicherungen haben, nur falls etwas mit dem ersten Sicherungssatz passiert. Bei einer Hochzeit zum Beispiel sichere ich persönlich meine Karten zweimal, einmal auf ein Notebook und dann noch mal auf eine externe Festplatte. Ich formatiere auch meine Karten nicht, bis ich sicher zuhause angekommen bin. Somit habe ich drei Kopien aller Daten, es mag zwar etwas teurer sein, aber ich möchte keine Risiken eingehen.

4. Karten mit Nummern oder Namen versehen, um Verwechslungen beim hantieren mit mehreren Karten auszuschliessen. Man kann seine Karten so auch einfacher wiederfinden, wenn man bei einem Studioshooting / Workshop / Photowalk usw. ist, wo mit mehreren Karten von mehreren Fotografen hantiert wird. Da meine Karten alle von einem Hersteller sind, kann ich auch feststellen, welche Karte am meisten genutzt wird oder am ältesten ist.

5. Markenkarten kaufen. Es gibt eigentlich nur ein paar Hersteller, die die Komponenten für Speicherkarten herstellen. Diese stellen ihre Teile aber mit unterschiedlichen Qualitätsstandards her, abhängig davon, für wen hergestellt wird bzw. wieviel der Kunde bezahlt. Daher ist die Qualitätskontrolle bei Teilen für die günstigen Karten meist nicht so genau, wie bei denen für die großen Hersteller.

6. Achtung bei gefälschten Karten. Wenn der Preis zu gut erscheint, um wahr zu sein, dann ist es meist auch so. In den letzten paar Jahren sind wohl so einige Fotografen auf billige Onlinekäufe hereingefallen. Hierbei gab es alles von gefälschten Markenkarten bis hin zu Karten, die kleiner waren als angegeben. Einige der "besseren" gefälschten Karten werden nur geringfügig billiger als die Originale verkauft, um weniger Misstrauen zu erregen. In vielen Fällen kann die Verpackung zwar perfekt aussehen, aber eine schlechte Qualität des Aufdruckes der Karte oder die von Packungsbeilagen lassen meist auf gefälschte Produkte schließen.

7. Herstellerempfehlungen beachten. Ich habe einen Haufen Kameras gesehen, die mit der Empfehlung kamen, nur Karten bestimmter Hersteller zu benutzen. Ich persönlich denke das es sich hierbei nur um eine Absprache zwischen den beiden Firmen handelt (die vielleicht ihre Tochter-/Muttergesellschaft sind, oder zum gleichen Konzern gehören). So lange es eine Karte eines bewährten Herstellers ist, sollte alles in Ordnung sein.

8. Karten ordentlich transportieren. Die Karten einfach lose in der Kameratasche umherzutragen ist nicht unbedingt die optimale Weise, eine Karte zu lagern oder zu transportieren. Es gibt kleine Taschen oder Hartschalenhüllen für Speicherkarten.

9. Dateien vor dem Bearbeiten auf den Computer kopieren. Man sollte keine Dateien auf der Speicherkarte verändern, während sie noch im Kartenleser steckt. Die Speicherkarte ist dafür gedacht, Daten von der Kamera zum Computer zu übertragen und nicht als Festplatte benutzt zu werden.

10. Keine Bilder in der Kamera löschen. Speicherkarten sind billig, also kann man einfach so viele kaufen, wie man benötigt. Ein Bild kann auf dem kleinen Display hinten auf der Kamera nicht wirklich bewertet werden. Es könnte sein, dass man, ohne es als solches zu bemerken, ein fantastisches Foto wegwirft, oder auch später seine Meinung über ein Bild ändert.

11. Löschen rückgängig machen. Wenn man ein Bild versehentlich gelöscht hat, kann man mit einem Datenwiederherstellungsprogramm die Daten auf der Karte wiederherstellen. Man sollte aber nach dem Löschen die Karte nicht mehr benutzen. Einige der großen Hersteller liefern ihre Karten mit Wiederherstellungssoftware aus. Wenn man ein Bild löscht, ist es nicht wirklich weg, sondern es wird einfach als überschreibbar markiert. Wenn man also nach dem Löschen weiterfotografiert, verbaut man sich unter Umständen die Möglichkeit der Wiederherstellung.

12. Die Karte kann die Batterielaufzeit beeinflussen. Einige alte "Karten", wie zum Beispiel das IBM Microdrive sind eigentlich sehr kleine Festplatten, die viel mehr Strom benötigen als gleich große Speicherkarten. Die neueren Karten mit höheren Übertragungsgeschwindigkeiten können vergleichsweise auch mehr Strom benötigen, als ältere, langsamere Karten.

13. Formatieren von gemeinsam genutzten Karten. Falls man Speicherkarten mit Freunden gemeinsam benutzt (sie in deren Kameras oder Computer steckt), sollte man immer eine "frische" Karte benutzen, bzw. die Karte neu formatieren, bevor man diese wieder benutzt. Die eigene Kamera kann Probleme damit haben, wenn eine andere Kamera oder Computer unbekannte Dateien auf die Karte schreibt. Falls man die gleiche Kameramarke verwendet, wie derjenige dem man die Karte ausgeliehen hat, kann es auch passieren, daß die Dateinummerierung durcheinander kommt.

14. Neuer ist nicht immer besser. Nur weil jemand gerade eine 128 GB Karte auf den Markt geworfen hat, heißt das nicht, dass man sofort in den nächsten Laden laufen soll, um sich eine zu kaufen. Die Grenzen der verwendeten Technologie werden jeden Tag auf's neue verschoben, um den Markt testen zu lassen, ob die neusten Veränderungen auch verlässlich funktionieren. Außerdem sollten zwei 64GB Karten billiger als eine 128GB Karte sein.

15. Kamera ausschalten, bevor man eine Speicherkarte einlegt oder entfernt. In Bedienungsanleitungen der Kameras steht, man soll die Karte nur wechseln, wenn die Kamera ausgeschaltet ist, um "Überspannungen" oder "Schreibfehler" zu verhindern. Ich muss zugeben, dass ich schon mehr als einmal die Karte einfach so gewechselt habe, und dies ohne Probleme zu bekommen, aber da alle meine Kameras jetzt 2 Kartenfächer haben, kann ich das unnötige Risiko vermeiden.

16. Die Karte nicht vollständig füllen. Ich habe einen Freund, der kürzlich ein Problem mit einer Speicherkarte hatte. Als er mit der Karte in den Laden ging, in dem er die Karte gekauft hatte, wurde er gefragt, ob er die Karte -komplett- mit  Bildern vollgeschrieben habe. Als er dies bejahte, hat man ihm gesagt, dass dies bei manchen Kartentypen Probleme machen kann. Ich hatte davon noch nichts gehört und ich bin ein wenig skeptisch, aber es ist es vielleicht wert, diesen Hinweis im Hinterkopf zu behalten. Ich glaube es ist ratsamer, regelmäßig Bilder von der Karte zu laden als es erst zu tun, wenn diese voll ist. Es entspricht wohl dem gesunden Menschenverstand, da man so verhindern kann, Gigabytes an Fotos zu verlieren, falls man eine Karte verliert oder die Karte einen Schreibfehler hat, wenn sie zu 3/4 gefüllt ist.

17. Kamera aktualisieren. Die Hersteller geben von Zeit zu Zeit ein Firmware Update für ihre Kameras frei. Diese Updates beheben bekannte Fehler oder Probleme der Kamera. Manche davon können die Interaktion zwischen Kamera und Speicherkarte betreffen.

18. Karten regelmäßig erneuern. Obwohl sich die Lebensdauer von Speicherkarten in den letzten Jahren erheblich erhöht hat, haben sie immer noch eine begrenzte Lebensdauer und müssen von Zeit zu Zeit erneuert werden. Da die Speicherkarten jedoch immer billiger werden, wird dieser Punkt immer und immer billiger.

19. Die Kamera nach dem Auslösen nicht zu schnell ausschalten. Dieser Tipp gilt vor allem für diejenigen von uns, die gerne im 'Burst' oder Reihenaufnahmenmodus fotografieren. Wenn man viele Bilder nacheinander aufnimmt, benötigt die Kamera einige Zeit, diese Bilder vom internen Speicher auf die Speicherkarte zu schreiben. Dieser interne Speicher dient der Kamera als Pufferspeicher; wenn man die Kamera ausschaltet, während die Bilder vom Pufferspeicher auf die Karte geschrieben werden, kann man dabei Bilder verlieren oder sogar einen Systemfehler hervorrufen. (Hinweis: Modernere Kameras haben dieses Problem nicht mehr, da diese sich erst ausschalten, wenn der Pufferspeicher geleert wurde.)

20. Gesunder Menschenverstand. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber man sollte Speicherkarten sauber und trocken halten, sie nicht extremen Temperaturen aussetzen, fallen lassen, biegen oder starken elektrischen oder magnetischen Feldern aussetzen. Karten, die man nicht benutzt, in einem Plastiketui aufbewahren (gehört meist zum Lieferumfang der Karte), kann die Karten bereits relativ gut schützen.

21. Die richtigen Karten für die Anforderung. Auf Kamelsafari zu gehen oder Pinguine in der Antarktis zu fotografieren mag spannend klingen, aber nicht alle Karten sind für diese extremen Umgebungen und Temperaturen ausgelegt. Man sollte vorher die Spezifikationen der Karte auf minimale und maximale Betriebstemperatur hin überprüfen.

22. Lebenserwartung. Speicherkarten gehören wohl zu den wundervollsten modernen Erfindungen, da sie ohne beweglich Teile eine riesige Informationsmenge speichern können. Daher kann man sie fallen lassen, sich auf sie setzen, sogar nach einem Vollwaschgang in der Waschmaschine werden die meisten noch funktionieren (Bitte nicht ausprobieren, nur um zu sehen, ob es funktioniert ;)). Nichtsdestotrotz sind Speicherkarten nicht unzerstörbar und sie haben eine begrenzte Lebenserwartung. Die einzelnen Bereiche auf der Speicherkarte können nur begrenzt oft überschrieben werden, was letztendlich dazu führt, dass die Karten irgendwann nicht mehr funktionieren. Da man nicht einfach überprüfen kann, wie oft wieviele Bereiche schon beschrieben wurden, ist es praktischer, davon auszugehen, dass die Speicherkarten alle 8-10 Jahre erneuert werden müssen. Realistisch gesehen wird aber wohl nach 8 Jahren die Kapazität der Karte kleiner sein, als die Größe eines Bildes aus der Kamera :). Vor ein paar Jahren habe ich mit 2 GB Karten gearbeitet, heute sind es 16 oder 32 GB Karten. Also ist es sinnvoller, die Karte zu ersetzen, bevor sie praktisch unbenutzbar ist.

6May/116

Erfahrungsbericht: Studio-Einsteiger

Wow, dies ist der erste Blogeintrag, der von jemand anderem als den vier lightGIANTS geschrieben wurde... Danke an "D" für den coolen Gastartikel...

Von: Deana Maksimović-Vidanović

Der "Friday Night Shoot" Workshop "Studio 101" im lightGIANTS Studio war meine erste Erfahrung im Studio. Davor war ich nur im Studio, Passfotos machen zu lassen. Als Scott vorgeschlagen hat, dass wir einen Anfängerkurs machen, habe ich, zusammen mit Carlos und Tim – alten Weggefährten aus dem Flickr Klub Karlsruhe , die Gelegenheit beim Schopf gepackt.

Ich habe ungefähr 2003 angefangen, mich für Fotografie zu interessieren. Aber erst 2005 habe ich mich bei Flickr angemeldet. Nachdem ich ein paar Jahre mit verschiedenen Genres experimentiert habe (hauptsächlich Streetfotografie und Urbane Landschaftsaufnahmen), habe ich mich auf Porträts konzentriert und nach der Geburt meiner Tochter auf Kinderfotos.

Ich arbeite beim Fotografieren fast ausschließlich mit dem verfügbaren Licht, denn ich empfinde es als Herausforderung, mit den begrenzten Möglichkeiten zu arbeiten. Ich glaube auch, dass diese Atmosphäre von natürlichem Licht das ist, was bei Studiobildern fehlt. Ich möchte nicht behaupten, dass ich letzten Freitag eines besseren belehrt worden bin, aber mein erstes Shooting in einem Studio war eine sehr spaßige, positive Erfahrung, die ich gerne wiederholen möchte.

Scott hat zu Anfang die Grundlagen erklärt - wie man die Blitze einstellt, wo man sich hinstellt, wo die Models stehen,  wie man die Kamera einstellt. Ich habe festgestellt, dass es viel Arbeit ist, im Studio alles so einzustellen, wie man es haben will. Man muss dabei durchaus Berechnungen ausführen und ein paar Grundlagen der Optik beachten. Andererseits, wenn man einmal die Grundlagen gelernt hat, kann man seiner Vorstellung freie Hand lassen. Zwei Lichter, warum nicht drei? Eine unserer Einstellung bestand aus einer Softbox vor dem Model, ein direkteres, härteres Licht dahinter und eine kleinere Lichtquelle um die Schatten zu reduzieren. (Fast) alles ist möglich!

Tiffie und Oxana waren unsere Models an dem Tag und der erste Bildstil war High-Key, mit einem weißen Hintergrund. Ich persönlich bevorzuge ein dezenteres Licht und einer dunkleren Umgebung, daher war mein Lieblingsaufbau mit einem dunkelrotem Hintergund und zwei frontalen Streiflichtern, die eine ungewöhnliche Reflektion in den Augen der Models erzeugt haben. Die Mädels waren sehr geduldig und haben es geschafft, drei Stunden lang zu lächeln! Es ist wohl doch nicht so leicht ein Model zu sein, wie es scheint.

Ich habe eine Menge bei diesem Shooting gelernt, nicht nur das technische Know-How, sondern habe auch gelernt, was für ein Aufwand es ist, ein solches Shooting im Studio zu organisieren. Unsere Gastgeber haben eine Menge Liebe und Enthusiasmus in diese Sache gesteckt. Ich freue mich schon auf den nächsten Workshop und ich bin mir sicher, dass es noch viele Leute gibt, die lernen wollen, wie es ist in einem Studio zu fotografieren - warum sollte man diesen Kurs nicht regelmäßig anbieten? Ich bin sicher, die Warteschlange würde von hier bis Frankreich reichen!

6th-friday-shoot-The serbian anarchist