lightGIANTS
24Feb/112

3. lightGIANTS Freitags Workshop [Rückblick]

Die Rembrandt Lichtsetzung ist eine Beleuchtungstechnik welche teilweise in der Portraitfotografie eingesetzt wird um einen dramatischen Look zu erzeugen. Dieses kann auf verschiedene Arten erzeugt werden, entweder mit einer Lichtquelle, einer Lichtquelle und einem Reflektor oder aber mit zwei Lichtquellen. Diese Lichttechnik ist beliebt weil es mit ihr möglich ist natürliche und gleichzeitig verlockende Bilder, mit einem Minimum an Equipment zu erzeugen. Für die Rembrandt Lichtsetzung charakteristisch ist ein ausgeleuchtetes "Dreieck" unter dem Auge der Person auf der, dem Hauptlicht abgewandten Seite.


Quelle: Andreas Schott

Der Name rührt vom holländischen Maler Rembrandt her, welcher diese Lichtsetzung oft benutzte. Diese entstand auf natürliche Weise in seinem Atelier in Amsterdam.


Quelle: Christian K.

Normal wird das Hauptlicht etwas höher vor dem Objekt zu einer Seite gewandt platziert. Ein Füllicht oder Reflektor kann auf der gegenüberliegenden Seite platziert werden. Solltet ihr ein Füllicht benutzen sollte dieses zwischen 1/4 oder 1/2 der Leistung des Hauptlichtes haben.


Quelle: Scott Lewis

Der Schlüssel zur Rembrandt Lichttechnik ist das erzeugen eines ausgeleuchteten Dreiecks oder Raute unter dem Auge der Person. Eine Seite des Gesichts sollte richtig vom Hauptlicht ausgeleuchtet sein, während die andere Seite eine Kombination aus Schatten und Licht darstellt. Dies ist auch unter dem Begriff "Helldunkel" (chiaroscuro) bekannt. So sollte diese geometrische Form unter dem Auge erzeugt werden. Das Dreieck sollte dabei nicht länger als die Nase und nicht breiter als die Augen der fotografierten Person sein…


Quelle: Alexander Andl

Lichtsetups des Abends:
 

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9Feb/110

Vampirshooting

Wie alles anfing

Für 2011 habe ich (Scott) mir einige Projekte vorgenommen. Eines davon ist das "last Friday of the month" Shooting im lightGIANTS Studio. Dann noch pro Monat ein Shooting mit thematischem Schwerpunkt. Das Dritte ist ein laufendes Projekt bei dem ich in regelmässigen Abständen die Gemälde der Studio Altmeister (z.B. Rembrandt, Goya, Dürer, Vermeer etc. ) nachbilden möchte.


Die Modelle

Letztes Jahr kam ein Freund von mir und ein paar seiner Freunde ins Studio, um etwas über die Fotografie und die Beleuchtung zu lernen. Für die Grundlagen baute ich verschiedene Licht-Setups auf und erklärte während dessen die Beleuchtungstechnik. Wie immer führe ich während einem Shooting gerne einen Dialog und stelle auch mal einige Fragen, vor allem bei Personen, die ich vorher noch nie getroffen habe.

Wie sich herausgestellt hat, waren die für diesen Abend gebuchten Modelle/ Studenten bei lokalen Theaterbühnen als Make-Up Künstler beschäftigt. Dies war für mich eine gute Gelegenheit und Chance um meine themenbezogene Shootings zu starten.

Da sie gerade an einem Vampir Musiscal arbeiten, kam der Vorschlag, daß wir uns für ein weiteres Shooting treffen wollen.

Das Lichtkonzept

Ich wollte einen relativ einfachen Low-Key Aufbau. Die Farbpalette sollte dunkle Farbtöne, Schwarz und einen Spritzer Blutrot beinhalten. Ich verwendete einen dunklen Hintergrund, welcher zwar bei geringer Beleuchtung Schwarz wirkt, aber dennoch einen entsprechenden Kontrast zum restlichen Schwarz im Bild bietet.

So konnte ich eine sehr minimalistische Beleuchtung verwenden und war hoffnungsvoll, weder Kanten- oder Haarlicht zu benötigen.

Ich hatte eine Sony Alpha 900 und vier Linsen (Sigma 14mm 3.5, Sony 50m 1.4, Zeiss 85mm 1.4, Zeiss 24-70mm 2.8) dabei und nahm mir vor, nur das 50mm und das 85mm zu nutzen. Aber letztendlich nutze ich für das Shooting zu 80% das Zeiss 24-70mm. Ich empfand es gerade für den Arbeitsabstand sehr komfortabel. Ich war nahe genug um auf den Fotos eine persönliche Ambiente zu erzeugen, ohne gleich die Modelle zu bedrängen.

Scott